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  Medizinische Klinik II
 
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Gestaltungselement
 
Chefarzt: Priv. Doz. Dr. med. Claus Schäfer (Internist / Gastroenterologe)
Oberärzte:

Dr. med. Werner Schittenhelm (Internist / Gastroenterologe, Allergologe)
Werner Kraupa (Internist)
Dr. med. Oliver Bolte (Internist/Onkologe)
Dr. med. Susanne Vogel (Ärztl. Leitung Palliativstation)
Markus Hemmel (Internist)

Sekretariat: Tel.: 09181/420-3738
Fax: 09181/420-3901
E-Mail: Medizin2@Klinikum.Neumarkt.de

Ausstattung:
  • Endoskopische Funktionsabteilung:
    Moderne vollflexible Video-Endoskope für die Gastroskopie, Coloskopie, ERCP;
    Minisonden für die ERCP und Cholangioskopie;
    Endoskopie mit rechnergestützter Bildbearbeitung zur Tumorfrüherkennung;
    Lasertherapie;
    Endosonographie;
    Ösophagusmanometrie und Ösophagus-pH-Metrie;
    Laparoskopie mit nicht invasivem Miniinstrumentarium

Bronchoskopie
  • Sonographische Funktionsabteilung:
    konventionelle Sonographie;
    Doppler-Sonographie, Farbduplex-Sonographie;
    sonographisch gezielte Organpunktionen;
    Kontrastmittel-Sonographie mit Tissue harmonic imaging-Sequenz;
    Thermokoagulationstherapie zur lokalen gewebeschonenden Zerstörung von Tumoren;
  • Zentrallabor:
    Klinische Chemie, Hämatologie
    Zytologische Beurteilung von Punktaten, Blut und Knochenmark
  • Blutdepot mit Eigenblutdepot
  • Schulungshaus für Diabetespatienten nach den Richtlinien der Deutschen Diabetes-Gesellschaft mit angeschlossener Schwerpunktambulanz Diabetes;
    Diabeteseinstellung, Ernährungsberatung und Diabetesschulungen für Patienten
  • Physikalische Therapie mit Krankengymnastik, Elektro- Balneo- und Biofeedbacktherapie.

Patientenversorgung:
 
In der Klinik für innere Medizin II werden schwerpunktmäßig Patienten mit Erkrankungen des Verdauungstraktes, Leber- Gallen- und Bauchspeicheldrüsenerkrankungen, bösartigen Tumoren und Erkrankungen des Blutes sowie Stoffwechselerkrankungen behandelt. Auch für Patienten mit Durchblutungsstörungen, Allergien sowie entzündlichen Gelenk- und Muskelerkrankungen besteht ein Versorgungsschwerpunkt der Klinik.
Für die Betreuung schwerstkranker Patienten stehen eigene Intensivstationsplätze bereit.


Erkrankungen von Magen, Darm, Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse
 
In der Diagnostik von Magen- und Darmerkrankungen werden bei den Untersuchungen moderne Glasfaserinstrumente zur Inspektion der Organe verwendet. Sie werden während einer Kurznarkose eingesetzt, sodass die Untersuchung für den Patienten sehr schonend angewandt werden kann. Durch Gewebeentnahmen, die dann mikroskopisch untersucht werden, können frühzeitig Krebs- oder andere Erkrankungen erkannt werden. Wenn die Tumore mit Hilfe dieser Untersuchungen frühzeitig erkannt werden, sind die Behandlungs- und Heilungschancen sehr gut. Durch die operative Endoskopie können Eingriffe am Magen-Darmtrakt ohne Eröffnung der Bauchdecke vorgenommen werden, wie z.B. Entfernung von Gewebewucherungen und Polypen. Dies ist für den Patienten sehr schonend, deswegen können die Patienten schnell wieder aus der stationären Betreuung entlassen werden. Die Endosonographie kann vom Magen-Darmtrakt aus die umgebenden Organe und Gewebe wie auch die Schleimhaut des Magen-Darmtrakts selbst sehr genau beurteilen und dadurch Erkrankungen diagnostizieren aber auch dem Chirurgen bei der Frage einer Operationsplanung wichtige Hinweise geben. Um Gallenblase und Gallenwege sowie Bauchspeicheldrüsengang zu untersuchen, kann über ein Endoskop ein kleiner Katheter in die Gänge eingeführt werden und diese nach Kontrastmittelgabe im Röntgenbild oder mit Hilfe von Minisonden im Videobild dargestellt werden. Für die Diagnostik von Lungenerkrankungen ist neben den radiologischen Verfahren auch die Untersuchung der Luftröhre und der Bronchien zur Erkennung von z.B. Tumoren in diesem Bereich von Bedeutung.


Diabetes
Infolge der falschen Ernährungsgewohnheiten und der Überernährung nehmen Stoffwechselerkrankungen wie die Zuckerkrankheit oder die Gicht immer mehr zu. Die Diabetesberatung wird in der Klinik in Gruppen- und Einzelschulungen auch ambulant durch Diabetologen und durch eine speziell ausgebildete Diabetesberaterin durchgeführt. Unser Haus besitzt die Anerkennung als Schulungszentrum nach den Richtlinien der Deutschen Diabetes-Gesellschaft. Zur ambulanten Betreuung ist der Klinik eine diabetologische Schwerpunktsambulanz angeschlossen.


Tumore und Bluterkrankungen
Bei den meisten Tumoren kann heute den Patienten mit einer individuell geplanten Chemotherapie geholfen werden. Dies betrifft einerseits die Möglichkeit, unterstützend nach einer Operation die Heilungschance deutlich zu verbessern, andererseits können auch Tumore, bei denen eine Operation nicht sinnvoll ist, durch eine moderne patientenadaptierte medikamentöse Therapie in vielen Fällen gut behandelt werden. In zunehmendem Maß können Krebserkrankungen auch durch eine Chemotherapie alleine geheilt werden, besonders im Bereich der Lymphknotentumore und Leukämien. Die früher viel gefürchteten Nebenwirkungen der Therapien sind durch die Entwicklung von unterstützenden Medikamenten heute bei den meisten Patienten vermeidbar. Neben der Bekämpfung von bösartigen Tumoren durch Chemotherapie rücken in den letzten Jahren zunehmend auch immunologische Therapieprinzipien in den Vordergrund, besonders im Bereich der Bluterkrankungen, aber zunehmend auch bei den soliden Tumorarten. Hier werden einerseits Antikörper gegen bestimmte Strukturen auf der Oberfläche der Krebszellen eingesetzt, die meist zusätzlich zur Chemotherapie gegeben werden und bei verschiedenen Krebsarten die Heilungsrate teilweise dramatisch erhöht haben. Ein anderes biologisches Wirkprinzip ist die Stärkung des Immunsystems durch Gabe von körpereigenen Botenstoffen, sogenannte Zytokine. Diese können alleine, aber auch in Verbindung mit einer Chemotherapie das Immunsystem zur Bekämpfung der entarteten Zellen anregen. Zur lokalen Kontrolle bzw. Vernichtung von einzelnen Tumoren, z.B. in der Leber, wird über eine Thermokoagulationssonde Mikrowellen in den Tumor verabreicht und damit dieser zerstört. Dieses Verfahren erlaubt eine besonders schonende, weil lokal wirkende Behandlung von einzelnen Absiedlungen und ist auch für Patienten in höherem Lebensalter gut geeignet.


Allergien
Allergische Reaktionen, sei es an der Haut wie an den Schleimhäuten aber auch mit einer Reaktion des Immunsystems im gesamten Körper nehmen gegen verschiedenste Substanzen des täglichen Lebens zu. Für eine Hyposensibilisierungsbehandlung ist die Identifizierung des spezifischen Antigens mit verschiedenen Auslösungstests z.B. an der Haut notwendig. Danach kann gezielt bei vielen verschiedenen Allergenen durch die Hyposensibilisierung eine Heilung oder mindestens eine deutliche Besserung der Beschwerden erreicht werden.


Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises
Mindestens 2% der deutschen Gesamtbevölkerung leiden an Schmerzen, die durch eine chronische entzündliche Gelenkerkrankung bedingt sind. Betroffen können, je nach Unterform der Erkrankung, auch Muskeln und Sehnen sein. Diesen Patienten kann heute durch die Einstellung mit einer das Immunsystem modulierenden Kombinationstherapie wesentlich besser geholfen werden und in vielen Fällen ist die Zerstörung der Gelenke mit diesen modernen Therapieformen vermeidbar.


Durchblutungsstörungen
 
Der akute Schlaganfall und andere Erkrankungen des venösen oder arteriellen Gefäßsystems wie z.B. die Beinvenenthrombose oder das Raucherbein werden durch modernste sonographische und dopplersonographische Untersuchungsmethoden wie die farbkodierte Duplexsonographie rasch, nebenwirkungsfrei, sicher und ohne Strahlenbelastung erkannt. Mit Medikamenten, die Blutgerinnsel auflösen, oder solchen, die die Durchblutung fördern, werden sie dann entsprechend behandelt.
Die farbkodierte Ultraschalluntersuchung ermöglicht auch in der Vorsorge neue Möglichkeiten. Verengungen und Kalkablagerungen in den Halsschlagadern können rechtzeitig erkannt werden, bevor sie einen Schlaganfall auslösen. Gehirn- oder Nervenschäden werden dadurch vermieden.
 
     
 
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