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Welche Eingriffe werden vom Klinikum als ambulante Operationen angeboten

Anästhesie

  • Alle Arten der intraoperativen anästhesiologischen Betreuung
  • Analogsedierung, Narkose incl. Larynxmaske oder Intubation, regionale und Rückenmarksnahe Anästhesieverfahren
  • postoperative Beobachtung und Betreuung

Allgemeinchirurgie

  • Haut- und Weichteiltumore, Lymphknotenentnahmen, Probebiopsien aus größeren Tumoren
  • Schleimbeutel und Abzessinzisionen oder-Exzisionen
  • Leistenhernien, Nabelhernien, epigastrische Hernien, Hernien bei Kindern
  • unkomplizierte proktologische Eingriffe (Fissur, Fistel, perianale Thrombosen)
  • Implantation von Port-Systemen (meist in Lokalanästhesie)
  • Varizen
  • unkomplizierte Dialyseshunt-Erstanlagen

Unfallchirurgie, Orthopädie und Endoprothetik 

  • Handchirurgische Eingriffe
  • Carpaltunnelsyndrom
  • Schnellende Finger
  • Unkomplizierte Frakturversorgung auch mittels Fixation durch Draht oder Osteosynthese
  • Unkomplizierte Versorgung von Luxationen
  • Synovektomien oder kleine septische Knochen- und Weichteileingriffe
  • Unkomplizierte Gelenkspiegelungen
  • Hallux valgus
  • Gelenkspiegelungen

Urologie

  • Sterilisation des Mannes
  • Fremdkörperentfernung aus der männlichen Harnröhre
  • Endoskopische Untersuchung der Harnröhre mit operativem Eingriff
  • Innere Harnröhrenschlitzung
  • Plastische Versorgung einer Meatusstriktur
  • Plastische Versorgung der Vorhaut und/oder des Frenulums
  • Varikozelenoperation
  • Operation einer Hydrozele
  • Operation einer Spermatozele
  • Entfernung eines Hodens oder Nebenhodens. Ggf. mit Gewebeentnahme
  • Blasenspiegelungen
  • Einlage, Wechsel oder Entfernung von Harnleiterschienen (endoskopisch)
  • Anlage oder Systemwechsel bei Harnblasenfisteln
  • Anlage oder Systemwechsel von Nierenfisteln
  • Urodynamik
  • Extrakorporale Stoßwellenlithotrypsie (ESWL)
  • Harnröhren- und/oder Harnblasen-Kontrastuntersuchung beim Kind

Kardiologie

  • Schrittmacherwechsel
  • Herzkatheteruntersuchungen mit Interventionen

Gynäkologie / Geburtshilfe

  • Sterilisation
  • Diagnostische Laparoskopie (Bauchspiegelung)
  • Cürettagen und Hysteroskopien
  • Unkomplizierte Eingriffe an der Portio und der Vulva (Biopsien, Konisationen, Cerclagen)
  • Laserabtragungen
  • unkomplizierte Eingriffe an der Mamma incl. Biopsien
  • unkomplizierte Eingriffe bei Infektionen der Mamma und der Vulva
  • Urodynamische Messungen, funktionelle Beckenviszerographie

Gastroenterologie

  • Einlagen von Ernährungssonden, Stents oder verlorenen Drainagen im oberen Gastrointestinaltrakt und in den Gallenwegen
  • Bougierung von Stenosen im Gastrointestinaltrakt
  • Koloskopien

Krankenhaus Parsberg

  • Einlagen von Ernährungssonden im oberen Gastrointestinaltrakt

HNO-Belegabteilung

  • Eingriffe an der Nase und der Nasenscheidewand
  • Eingriffe an den Kiefer- oder Stirnhöhlen
  • Eingriffe an der Zunge oder den Mundschleimhäuten
  • Adenotomien
  • Eingriffe im Bereich des Kehlkopfes (auch endoskopisch)
  • Eingriffe am Gehörgang, Trommelfell oder den Ohr-Weichteilen
  • Tränensackoperationen



Wann müssen solche Eingriffe trotzdem unter stationären Bedingungen durchgeführt werden

  • wenn im häuslichen Umfeld des Patienten keine Unterstützung und Überwachung gegeben ist
  • wenn psychische Auffälligkeiten oder Sprach- und Kontaktbarrieren eine zuverlässige ambulante Versorgung als unsicher erscheinen lassen
  • Ärztliche Versorgung (durch Hausarzt) oder auf Grund von Transportproblemen (auch Entfernung!) zum Krankenhaus nicht gewährleistet
  • Klinisch relevante Begleiterkrankungen
    • Gerinnungsstörungen, Marcumarpatienten
    • Koronarsyndrom
    • Herzinsuffuzienz Grad III und IV
    • Anamnestische Auffälligkeiten wie maligne Hyperthermie, Narkosezwischenfälle
    • Relevante Lungenfunktionseinschränkungen oder Schlafapnoe-Syndrom
    • Klinisch relevante Begleiterkrankungen
Spezielle Umstände, die sich erst intra- bzw. postoperative ergeben und einen ursprünglich ambulant vorgesehenen Eingriff in eine stationäre Behandlung umwandeln:
  • Anästhesiologische Probleme der Vigilanz oder von Seiten Herz-Kreislauf oder Atmung
  • Neurologische Probleme, schwierige Mobilisierung ,
  • Operationsbedingte Änderungen des Risikoprofils (Nachblutungsgefahr, Septische Komponenten, unerwartete Operationsausweitung)
  • Jeder endokrine oder metabolische Status, der eine ambulante Betreuung riskant erscheinen lässt
Entscheidung durch die jeweils behandelnde Fachabteilung und / oder die Anästhesie

Präoperative Dokumentation, wenn und warum eine stationäre Behandlung schon abzusehen ist.



Patientenweg von der Zuweisung bzw. Vorstellung bis zur OP und danach

Patient wird telefonisch vom Hausarzt / behandelnden Facharzt angemeldet  
  Patient meldet sich selbst telefonisch    
     
Elektiver Eingriff möglich
Terminvergabe
für die Sprechstunde im Klinikum
Notfall
telefonisch kurzfristige Terminabsprache
 
     
Sprechstunde der Fachabteilung
 
Abklärung der generellen OP-Indikation
OP ambulant oder stationär ?
mit oder ohne Anästhsiebeteiligung ?
evtl. notwenige Zusatzuntersuchungen ?
OP-Vorbereitung incl. Labor durch Hausarzt ansonsten Labor und evtl. EKG / RÖ-Thorax
OP-Aufklärung , evtl. Anästhesie-Aufklärung
Vereinbarung des OP-Termines
sofortige Vorbereitung
 
   
   
Ambulante Aufnahme des Patienten, Vorbereitung zur OP

Operation - Nachbetreuung

Visite durch Operateur und / oder Anästhesie und Freigabe der Entlassung

Entlassungsbrief, evtl. Merkblatt über Verhaltensmassregeln und Telefonnummern zur Kontaktaufnahme im Notfall werden mitgegeben
 
   
Nachbetreuung durch den zuweisenden Arzt ( nach vorheriger Absprache)
- in Einzelfällen auch durch die operierende Fachabteilung
 

 



Notwendige Vorbereitung für die Anästhesie

Wenn im Rahmen des ambulanten Operierens die Laboruntersuchungen durchgeführt werden, sollten aus anästhesiologischer Sicht folgende Parameter bestimmt werden:

Natrium Leukozyten PZ
Kalium Erythrozyten PTZ
  Hämoglobin PTT
Kreatinin Hämatokrit  
  Thrombozyten  
Cholinesterase    
Glucose im Serum    

Bei bereits auswärts bestimmten Laborbefunden, dürfen diese nicht älter als 5 Tage sein.

Bei einer inkompletten Laboruntersuchung ist im Einzelfall, abhängig von der geplanten Operation und dem geplanten Narkoseverfahren zu entscheiden, ob gegebenenfalls bestimmte Parameter nachbestimmt werden müssen.

EKG und Röntgen-Thorax sind bei ambulanten Patienten nicht mehr routinemäßig erforderlich.

Dies setzt eine gründliche Anamnese und eine gründliche körperliche Untersuchung voraus. Danach entscheidet der aufnehmende Arzt beim Vorliegen von cardialen und/oder respiratorischen Vorerkrankungen (z.B. KHK, Z. n. Herzinfarkt, Hypertonie, Asthma bronchiale, etc.) im Einzelfall über die Notwendigkeit von EKG und Thorax.

Ganz allgemein ist anzustreben, dass die Voruntersuchungen bereits von den niedergelassenen Kollegen ausgeführt und auf dem: "Protokollblatt zur Befunddokumentation im Rahmen der Anästhesievorbereitung" dokumentiert werden.

(Das Protokollblatt ist unter KVB-FK8 1/94 bei der KV erhältlich.)

Klinik für Anästhesiologie, Chefarzt Dr. Wagner

Stand Januar 2004

 
     
 
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