| Chefarzt: |
Dr. med. Thomas Schmickal, Unfallchirurg und Orthopäde, Chirurg, Spezielle Unfallchirurgie |
| Oberärzte: |
Dr. med. Ludwig Kleine Dr. med. Christof Neuner Dr. med. Benjamin Craiovan |
| Sekretariat: |
Unfallchirurgie Tel.: 09181/420-3752 E-Mail: Unfallchirurgie@klinikum.neumarkt.de. |
| Notaufnahme: |
Tel.: 09181/420-3763 | Arbeitsunfälle / Berufsgenossenschaftliche Behandlung Tel.: 09181/420-3897
Leistungsspektrum:
Die Klinik für Unfallchirurgie gewährleistet die ambulante und stationäre Versorgung von Unfallpatienten am Klinikum Neumarkt. Dazu stehen uns die neu eingerichtete Notaufnahme sowie drei, ab Herbst 2002 vollständig renovierte Bettenstationen zur Verfügung. Die Behandlung schwerverletzter Patienten erfolgt primär auf der interdisziplinären Intensivstation. Durch einen qualifizierten Bereitschaftsdienst ist eine Versorgung zu jeder Tages- und Nachtzeit gewährleistet, so daß die Patienten rasch versorgt werden können. Neben den frischen Unfallverletzungen werden in der Klinik für Unfallchirurgie auch die Folgezustände von älteren Unfällen sowie weitere Erkrankungen des Bewegungsapparates versorgt. Jedes Jahr ist die Klinik für Unfallchirurgie in der Lage, Ergebnisse ihrer Arbeit auch auf den wissenschaftlichen Fachgesellschaften vorzustellen. Schwerpunkte sind hier die Tagungen der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie und die Tagungen des Bayerischen Chirurgenverbandes.
Die Klinik für Unfallchirurgie ist in der Lage, sämtliche Verletzungen des Bewegungsapparates zu versorgen. Im Vordergrund stehen hier die Knochenbrüche an den Extremitäten und am Achsenskelett (Beckenknochen und Wirbelsäule). Die Versorgung wird vorwiegend nach den Richtlinien der Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthese, einer internationalen Wissenschaftlichen Vereinigung durchgeführt. Für die verschiedenen Knochenverletzungen stehen eine Vielzahl von verschiedenen Instrumenten bereit. Ziel der Knochenbruchbehandlung ist die rasche Wiederherstellung der Funktion, wobei auch minimal-invasive Verfahren der Frakturversorgung oder sogenannte biologische Osteosynthesen (z.B. Bewegungsfixateur für das Ellbogengelenk) zur Anwendung kommen. In der postoperativen Behandlung wird besonders auf die ausreichende Schmerzbekämpfung und frühzeitig einsetzende physikalische und krankengymnastische Therapie geachtet.
Zur Versorgung der Gelenkerkrankungen und Gelenkverletzung werden fast ausschließlich schonende arthroskopische Verfahren angewandt. Hiermit können das Schultergelenk, das Ellenbogengelenk, das Kniegelenk und das obere Sprunggelenk versorgt werden. Neben den frischen Bandverletzungen wie Kreuzbandruptur oder Schulterinstabilitäten werden so auch die degenerativen Erkrankungen an Knorpel und Meniskus, die chronischen oder akuten Gelenkentzündungen und das Engpaßsyndrom der Schulter behandelt. Auch die Entfernung freier Gelenkkörper wird arthroskopisch durchgeführt. Je nach Erkrankung kann diese Behandlung stationär oder ambulant durchgeführt werden. Ein besonderer Schwerpunkt der Unfallchirurgischen Klinik liegt auf dem Sektor der arthroskopischen Kniechirurgie. Insbesondere werden arthroskopische Ersatzplastiken bei Verletzungen des vorderen (VKB) und hinteren Kreuzbandes (HKB), Revisionseingriffe nach erneuten Verletzungen nach Kreuzbandplastiken sowie arthroskopische meniskuserhaltende Verfahren durchgeführt und es besteht die Möglichkeit des Meniskusersatzes (CMI) bei Verlust. Moderne Knorpelzelltransplantationsverfahren ( Novocard 3D) und Möglichkeiten der Knorpelregeneration (Microfracturierung) mit modernen, minimal-invasiven Operationsverfahren, ergänzt von aus dem Leistungs- und Breitensport abgeleiteten frühfunktionellen Nachbehandlungskonzepten, vervollständigen hier das Leistungsangebot.
Die Versorgung von Verletzungen und Erkrankungen der Hand ist ein spezieller Teil der Chirurgie des Bewegungsapparates. Der Klinik für Unfallchirurgie stehen die hierzu erforderlichen Instrumente einschließlich eines speziellen Instrumentariums zur Behandlung der Knochenbrüche an Fingern und Hand und ein OP-Mikroskop zur Verfügung. Zur postoperativen Versorgung können spezielle Schienenverbände einschließlich dynamischer Bewegungsschienen gefertigt werden.
Verletzungen des kindlichen Bewegungsapparates erfordern neben speziellen operativen Techniken, für die auch ein besonderes Instrumentarium bereitgehalten wird natürlich auch eine besondere Nachbehandlung. Diese wird bei uns auf der Station für Kinder und Jugendliche des Klinikums mit Unterstützung der Kinderkrankenschwestern durchgeführt. Soweit gewünscht oder erforderlich können die Eltern das Kind bei uns während des gesamten stationären Aufenthaltes begleiten. Mehrwöchige Gipsbehandlung und Bettruhe ist aufgrund der modernen Behandlungsverfahren nur noch selten erforderlich. Im Interesse der Kinder und der Angehörigen wird der stationäre Aufenthalt so kurz wie möglich gehalten. Auch ambulante Behandlungen sind möglich.
Posttraumatische Deformitäten
Folgezustände nach Unfällen können Veränderungen des Achsenskeletts oder Verschleißveränderungen der Gelenke nach sich ziehen. Die Unfallchirurgische Klinik beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der operativen Behandlung oder Rekonstruktion posttraumatischer Deformitäten (Korrekturosteotomie, Gelenkflächenrekonstruktion, Arthrodesen kleiner Gelenke, die sich nicht für einen Gelenkflächenersatz eignen, Z.B. Arthrodesen des oberen Sprunggelenkes oder unteren Sprunggelenkes, wie sie häufig nach Fersenbeinbrüchen beobachtet werden.
Der Klinik für Unfallchirurgie ist die Abteilung für Physikalische Therapie angegliedert. Hier werden alle erforderlichen Maßnahmen der Physiotherapie und Krankengymnastik für die konservative und postoperative Versorgung unserer Patienten durchgeführt. In enger Zusammenarbeit mit dem ärztlichen Dienst können die Therapiepläne erstellt und angewandt werden. Die zur Zeit bestehende Ausstattung einschließlich Bewegungsbad wird durch die bereits bestehende Planung mit Neubau der Abteilung in Zukunft noch verbessert werden.
Nachbehandlungskonzepte
Hier finden Sie Konzepte der Unfallchirurgischen Klinik zur Steuerung der Nachbehandlung. Diese sollen nur als Richtschnur dienen. Der Einzelfall kann je nach dem klinischen Befund von diesen Standards abweichen.
Links Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie www.dgu-online.de Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthese www.ao-asif.de |